Kichererbsen als „intelligente“ klimaresistente Hülsenfrucht zur Erhaltung von Ökosystemdienstleistungen

Forschung & Innovation

Das Projekt CHI-PLAN soll im SI-AT-Grenzraum klimaresiliente Landwirtschaft durch Anbau, Verarbeitung und Nutzung von Kichererbsen und anderen Leguminosen die Bodengesundheit, Biodiversität und regionale pflanzliche Eiweißversorgung fördern. Die Forschung Burgenland begleitet dabei das Projekt dabei wissenschaftlich und stellt einen regionalen Ansprechpartner für die Stakeholder dar.

Akronym

CHI-PLAN

Projektlaufzeit

01/01/2026 - 31/12/2028

Projektbudget in EUR

353.365,48

CHI-PLAN ist ein grenzüberschreitendes Interreg-Projekt zwischen Slowenien und Österreich, das Körnerleguminosen, insbesondere Kichererbsen, als klimaresiliente Kulturpflanzen stärkt. Das Projekt reagiert auf Herausforderungen wie Klimawandel, Bodendegradation, Verlust biologischer Vielfalt und geringe Selbstversorgung mit pflanzlichem Eiweiß.

Ziel ist der Aufbau eines nachhaltigen Modells für Anbau, Saatgutnutzung, Verarbeitung und Vermarktung alternativer Leguminosen, um Bodengesundheit, Agrobiodiversität, Ernährungssicherheit und regionale Wertschöpfung zu verbessern.

Im Projekt werden lokal angepasste und gegenüber Wetterextremen robuste Sorten getestet, Saatgut ausgetauscht, Feldversuche umgesetzt und innovative pflanzenbasierte Lebensmittelprodukte entwickelt. Dabei werden ökologische Anbauformen, ressourcenschonende Verarbeitung, Digitalisierung, Datenanalyse und Wissenstransfer verbunden. Ein besonderer Fokus liegt auf Kichererbsen als Alternative zu tierischem Eiweiß sowie auf grenzüberschreitenden Pilotprodukten.

CHI-PLAN bindet Landwirte, Schulen, Forschungseinrichtungen, Unternehmen, Behörden und die Öffentlichkeit ein. Durch Workshops, Demonstrationsflächen, Bildungsmaterialien, strategische Dokumente und Öffentlichkeitsarbeit werden Wissen und Bewusstsein für klimaangepasste Landwirtschaft gestärkt. Das Projekt leistet damit einen Beitrag zur Klimaanpassung, zur Reduktion des CO2-Fußabdrucks und zur Stärkung nachhaltiger Ernährungssysteme im SI-AT-Grenzgebiet.