Effizientes Recycling von Elektronikschrott

Energie & Umwelt

Die Hochschule Burgenland entwickelt ein innovatives Pyrolyse-Verfahren zur nachhaltigen und wirtschaftlichen Rückgewinnung von Metallen aus Elektronikschrott. Ziel ist die Trennung von Metallen, Kunststoffen und Halogenen, um kritische Rohstoffe wie Gallium und Indium zu recyceln. Das Projekt fördert Kompetenzaufbau bei Mitarbeitenden, Studierenden und Unternehmen.

Akronym

eWasteToMaterial

Projektlaufzeit

01/05/2025 - 31/05/2029

Projektbudget in EUR

691.939,-

Die Hochschule für Angewandte Wissenschaften Burgenland entwickelt im FFG‑Programm „Forschung für die Wirtschaft“ ein neuartiges Verfahren, um Metalle aus Elektronikschrott effizienter, sauberer und für Unternehmen wirtschaftlicher zurückzugewinnen

Elektronikschrott ist eine wertvolle Sekundärrohstoffquelle: In Handys und Leiterplatten stecken Dutzende Materialien, darunter Kupfer, Edelmetalle und kritische Metalle wie Indium, Gallium oder Germanium. In konventionellen Recycling-Prozesse gelingt es bisher nicht optimal, die einzelnen Elemente für eine Wiederverwendung nutzbar zu machen.

Der Ansatz von eWasteToMaterial beruht auf einer gezielten pyrolytischen Vorbehandlung. Dabei werden die Kunststoffe im Elektroschrott kontrolliert zersetzt und entstehende Pyrolysegase können energetisch genutzt werden. Die Metalle liegen anschließend im festen Rückstand frei und lassen sich physikalisch und chemisch besser trennen

Die Forschung umfasst die Adaption einer Labor-Pyrolyseanlage (1-2 kg/h Durchsatz) und einer Technikumsanlage (10-20 kg/h Durchsatz), um optimale Betriebsparameter zu ermitteln. Die Versuche konzentrieren sich auf die Abtrennung von Halogenen, die Analyse der Pyrolyseprodukte mittels GC/MS und FTIR sowie die Einhaltung gesetzlicher Emissionsgrenzwerte. Nachhaltigkeits-, wirtschaftliche und technische Analysen begleiten die Entwicklung, um die Effizienz und Umweltverträglichkeit des Verfahrens zu bewerten.

Durch die Integration von Nachhaltigkeits- und Wirtschaftlichkeitsanalysen wird ein ganzheitlicher Ansatz verfolgt, der sowohl ökologische als auch ökonomische Vorteile bietet und neue Geschäftsmöglichkeiten für Unternehmen schafft.


Links & Documents


FFG - Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft

Projektleitung

Prof.(FH) DI Dr. Christian Wartha

Tel: +43 5 7705-4123
christian.wartha(at)hochschule-burgenland.at

Auftraggeber/Fördergeber